Mittwoch, 20. Mai 2015

Flüchtige Momentaufnahmen, Provokationen und Gedankenspiele VIII

Letztlich sind "Rassen", "Geschlechter" und "Spezies" ziemlich genau wie Einhörner, nur viel hässlicher. Sie existieren als eine Vorstellung an der wir uns aus unterschiedlichsten Gründen festhalten und nur solange wie wir an sie glauben. Nur wo wir diese quasi magischen (oder sagen wir "heiligen" im Sinne Durckheims) Dinge als gegeben konstruieren, können Sie unsere Welt bestimmen. Wir alle brauchen Dinge an denen wir uns festhalten und die uns Orientierung bieten aber so wenig wie dies Einhörner sein müssen, so wenig gibt es einen Zwang zu einer Aufteilung in die oben erwähnten Begriffe. Und so wenig es sinnvoll erscheinen mag, sich wegen Einhörnern die Rübe einzuhauen, so wenig sinnvoll ist es auch im Bereich von "Geschlechtern", "Rassen" und "Spezies". Identitäten und Welten funktionieren auch sehr ohne diese vier Dinge. Nur bei den Einhörnern bin ich mir da nicht ganz sicher...

Warum handeln wir wie wir handeln? Weil wir gelernt haben so zu handeln. Warum bleiben wir bei diesem Handeln? Weil wir emotional daran gebunden sind, weil wir fühlen wie wir handeln sollen. Das Fühlen selbst ist jedoch kulturell bedingt, erlernt, ein Konstrukt. Und so offenbart sich eines der größten Schwierigkeiten einer Ethik. Wir brauchen eine abstrakte Ethik basierend auf universeller Begründbarkeit als Rechtfertigungsinstanz um dem Relativismus zu entkommen aber diese hat selbst keine motivationale Kraft. Das Fühlen muss die Basis für das Handeln, seine Stütze sein, zugleich darf es aber nicht dessen Begründung bleiben.

Die Angst vor dem Tod ist letztlich nur der Wunsch die Gegenwart zu erhalten und weiterhin Erfahrungen zu machen.
Der Wert bezieht sich dabei auf das gegenwärtige Erfahren oder anders, das Erfahren der Gegenwart, den Erhalt des Bewusstseinstroms, des Zeitfensters, in dem sich Gegenwart vollzieht und dafür ist kein intellektualisiertes Todesverständnis nötig.
Dies ist der Grund, warum auch allen Tieren ohne Zukunftsbewusstsein ein Lebensrecht zugesprochen werden muss. Wenn gegenwärtige Erfahrungen, die nie einen punktuellen Moment markieren, sondern vielmehr immer schon zeitlich ausgedehnt sind, als das eigentlich Wertvolle bezeichnet werden müssen, dann sind sie es für alle, die dazu fähig, die Subjekte eines Lebens sind und dann sind alle Wesen, die zu Erfahrungen fähig sind, alle diese Subjekte des Lebens dem grundsätzlichen moralischen Recht auf Leben teilhaftig.

Neben vielen anderen Möglichkeiten wird auch das Zeitbewusstsein als legitimierende Unterscheidung zwischen Mensch und Tier, bei genauerem Hinsehen müsste man jedoch zwischen Person und Nichtperson, sagen, genutzt. Zeitbewusstsein in seiner Ausprägung als Bewusstsein von einem Selbst in der Zeit und damit der Selbstentwurf in der Zukunft wird als Grenze für (schmerz-, bzw. leidlose) Tötung angenommen. Aber welchen Sinn hat diese Grenze? Letztlich ist der Entwurf des Selbst in der Zukunft ursächlich durch den Wunsch das Unvermeidbare zu vermeiden geprägt und paradoxerweise von einer Überbetonung der Gegenwart. Wenn von einem säkularen, allein im Diesseits gelegenen Leben auszugehen ist, so sind sowohl das Selbst, das maßgeblich eine Ansammlung von Erlebnissen, deren Verarbeitung und entsprechenden Dispositionen ist (um es sehr zu vereinfachen), als auch dessen Entwurf in der Zukunft insofern unsinnig, als die Löschung dieser Erinnerung unvermeidbar ist. Ob ein Individuum eine oder tausende Erfahrungen macht ist, retrospektiv betrachtet, aus subjektiver Sicht immer belanglos. Der hinter der Idee stehende Wunsch ist zudem vielmehr auf die Gegenwart gerichtet und entspringt einem "Weiterleben-wollen", das notwendig die Gegenwart betonen muss, da, um sinngemäß Alatriste im gleichnamigen Film wiederzugeben, wir in der Zukunft alle tot sind.
Es ist nun also so, dass die auf das Subjekt bezogene Konzeption des Zeitbewusstseins wenig Sinn macht, vielmehr ist ihr Kern die aktuelle emotional verkettete Wollensfähigkeit, die die Grundlage einer ethischen Beurteilung eines Tötungsverbots stellen könnte. Dies gilt umso mehr, als dass auch völlig in der Gegenwart existierende, bewusste Lebewesen ein Stück in die Zukunft weisen. Dieser Umstand wird durch ein falsches Verständnis des Terminus Gegenwart verschleiert, denn auch diese bezeichnet einen sich in der Zeit, sowohl in Zukunft, als auch Vergangenheit, erstreckenden Bereich, der nicht auf einen Moment reduzierbar ist.
Aus diesen Gründen sollte ein Tötungsverbot bei der Wollensfähigkeit ansetzen, die sich zudem nicht auf einen Zukunftsentwurf in die fernere Zukunft erstrecken muss.
Dies schliesst nun auch explizit menschliche Nichtpersonen in den Schutz ein, sowie nichtmenschliche Nichtpersonen und nichtmenschliche Personen (die allerdings genau genommen auch vorher schon inkludiert werden müssen, was allerdings kulturell unhinterfragt verleugnet wird, da die Grenzen sich eben doch an Äußerlichkeiten als unreflektierte Refrenzpunkte orientieren).
Für eine sinnvolle Moral müssen zwar nun Prinzipien wie Gerechtigkeit, Fürsorge und Bedürfnisse integriert werden und können graduelle Unterschiede bewirken, einen kategorischen jedoch nicht.

Es gibt Theorien, die nichtmenschlichen Tieren aufgrund des Fehlens von Repräsentationen Kultur absprechen. Diese seien nötig für die Konstitution gesellschaftlicher institutioneller Tatsachen und die semantischen Bedeutungsnetzwerke, für die wiederum Sprache notwendige Bedingung sei.
Ich hingegen glaube, dass dies eine Verengung des Blickfeldes auf die menschliche Sprache bedeutet als Ursprung aller Kultur ist. Befreit man sich von dieser Vorannahme, lassen sich sowohl Repräsentionen, als auch Bedeutungsnetzwerke denken, die ohne abstrakte Sprache auskommen. Ein solches Bedeutungsnetzwerk könnte sich ebenso aus Geräuschen, Handlungen, Gesten, Bildern und nicht zuletzt Emotionen konstituieren.
Dass diese Annahme Plausibilität besitzt, lässt sich nicht zuletzt daran erkennen, dass auch menschliche Wesen sich solch "primitiver" Bedeutungsnetzwerke bedienen. So ist der Gedanke an Orte (und vor allem die an ihnen verorteten Räume), geliebte Personen und selbst an institutionelle Tatsachen wie Geld auch gänzlich ohne Sprache möglich. Statt eines Komplexes bestehend auch weiterer mit diesen verbundender sprachlich repräsentierter abstrakter Vorstellungen, ergibt sich so ein Komplex aus einfachen, bildlichen, handlungsbezogenen und emotionalen Knotenpunkten verbunden zu einem solchen Bedeutungsnetzwerk. In dieser Hinsicht muss auch das benutzte Werkzeug mancher Spezies nicht sprachlich repräsentiert sein, um als Kulturgut zu gelten. Die Vorstellung dieses, die sich in der durch kollektive Intentionalität zugewiesenen Funktion findet, kann sich auch im Bild dieser Handlung erschöpfen und es kann diese sein, die im Rahmen kultureller Repdroduktion weitergegeben wird.
Es gibt damit zumindest keinen Grund aufgrund fehlender Sprache die Möglichkeit tierlicher Kultur a priori auszuschließen.

Die Erfindung von Sexualität

Homosexualität ist, auch wenn eine sich oberflächlich als "liberal" inszenierende Gesellschaft aus falschen Gründen einer mangelnden Verstehenskompetenz und aufgrund des Natürlichkeitskonstrukts als Argumentersatz dies nicht gern hört, nichts Angeborenes aber und dies ist wichtig, auch nichts einfach durch den Akteur Entschiedenes. Was "schön", was "attraktiv" und eben auch welche Merkmale als sexuell stimulierend empfunden werden, wird erlernt, durch ein Wechselspiel biographischer Erlebnisse und kultureller (Deutungs)Muster, derer sich das Kind probierend nähert. In diesem kindlichen Erproben ist das Geschlecht auf das sich ein Bedürfnis nach Nähe und ein bestimmter emotionaler Erregungszustand bezieht der ebenso durch die Gesellschaft geformt und gedeutet wird unerheblich. Eine positive Erfahrung in diesem Erproben kann dann durch die Ausrichtung des Gehirns und unterstützt und mit Konkretem angereichert durch die Gesellschaft in Mustern unterschiedlicher Reichweite gespeichert und so bei einer Gesellschaft die Geschlechter denkt, auf diese bezogen. So entstehen Sexualitäten aus mit Hilfe von sozialem Druck verallgemeinerten auf ein konkretes Individuum bezogenen Erfahrungen.
Aber was heißt dies nicht? Es heißt nicht, dass Homosexualität etwas zu "Heilendes" ist, denn ein solcher "korrigierender Gewaltakt" einer hegemonialen Wirklichkeit kann sich nicht begründen. Denn nicht nur Homosexualität wird erlernt, sondern Sexualität überhaupt. Beide sind nicht "natürlich" gegeben, sondern Konstrukte und gesellschaftlich produzierte Handlungsmuster, die als Teil von Identitäten abgearbeitet werden können und je kulturvariant mit normativem Gehalt und dessen Begründung ausgestattet sind. Statt dieses Ergebnis konstruktivistischer Forschung zum Zwecke scheinbar liberaler Selbstverstaendnisse zu opfern, gilt es dieses zu beachten, denn der Konstruktivismus selbst kann eine sexuelle Freiheit auch ohne das Konstrukt vermeintlicher Natürlichkeit oder "schwuler Gene" verteidigen. Das Einzige, das uns "natürlich" gegeben ist, ist somit letztlich eine sich verschiedenen Potentialen öffnende Bisexualität.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Glück und Gerechtigkeit

Gerechtigkeit und Glücklich-sein stehen letztlich in einem engen Verhältnis zueinander. Glücklich-sein ist ein Gefühl und als solches ist es ein erlernbares Konstrukt, das Teil des institutionalisierten und hierarchisierten Bedeutungsnetzwerks einer Gesellschaft ist. Wie es sich anzufühlen hat, wer es wann empfinden darf und aufgrund welcher Bedingungen ist normiert und festgelegt. Freilich lassen sich Alternativen denken aber je mehr diese nötig sind weil die Gesellschaft die Grundbedingungen für ihr hegemoniales Glückskonstrukt nicht für alle schaffen kann, als umso ungerechter muss sie bezeichnet werden. Glück ist damit nur sehr bedingt etwas Persönliches, es trotzdem als solches verstehen zu müssen Ausdruck einer pathologischen Gesellschaft.

Sonntag, 15. März 2015

Das „Binnen-I“ als Beitrag zur Geschlechterdekonstruktion?

Das „Binnen-I“ als Beitrag zur Geschlechterdekonstruktion?

Diskussionen um das Binnen-I gibt es seit einigen Jahren und sie flammen immer wieder auf. Von der einen Seite mit dem Augenmerk auf die wirklichkeitsstrukturierende und -schaffende Macht von Sprache als Aufwertung des Weiblichen als gleichberechtigt gefordert, von der anderen Seite als unnötig abgetan, wird das Binnen-I immer mal wieder durchs diskursive Dorf getrieben, mal mehr und mal weniger reflektiert, sinnvoll und angebracht.
Das folgende Sprechen soll sich dieser Frage in kurzer Form aus einer geschlechterdekonstruktivistischen Perspektive widmen und eine Möglichkeit liefern diese zu betrachten. Das folgende Sprechen versteht sich dabei ausdrücklich als genannte Perspektive und nicht als Ausarbeitung, es soll zum Denken anregen, nicht entscheiden.
Wie bereits gesagt, sehe ich das Binnen-I als Versuch an, das Weibliche gegenüber dem Männlichen als gleichwertig aufzuwerten, ihm sprachlich Beachtung zu geben und so eine unterordnende Subsummierung des Weiblichen unter das Männliche in der Sprache und damit auch in den mit dieser produzierten Wirklichkeiten zu unterbinden. Dass das Weibliche aufgewertet werden kann, zeigt sich immer noch recht drastisch, wenn man die ungleichen Behandlungen betrachtet, die jedoch und dies ist enorm wichtig, nur die Spitze des Eisbergs darstellen und die ihren Kern in spezifischen Rollenzuschreibungen finden, die das Männliche und das Weibliche klar definieren, zum Leidwesen auf beiden Seiten. Dies soll und darf nicht vergessen werden. Nicht nur das Weibliche ist definiert und normiert, sondern auch das Männliche, wobei Letzteres nachwievor allzu oft als das gesellschaftlich Stärkere konzipiert zu sein scheint.
So sehr eine solche Aufwertung auch wünschenswert erscheint, so sehr geht sie doch am eigentlichen Problem vorbei. Freilich ist Dasjenige, das als weiblich konzipiert ist, dem als männlich konzipierten oftmals als unterlegen gedacht. Frauen werden schlechter bezahlt, werden als emotionaler gedacht, wobei Emotionalität dem Rationalitätskonstrukt als untergeordnet konzipiert ist und immer noch herrschen in weiten Teilen der Bevölkerung allgemein viele Sexismen vor, die die sprachlich manifestierte Unterordnung bestätigen.
Wenn Sprache nun Wirklichkeiten strukturieren kann, was wird dann mit der Aufwertung durch das Binnen-I geschaffen? Das als weiblich Konzipierte wird zwar aufgewertet aber zu zwei Preisen, die nicht gezahlt werden sollten. Zum Einen wird diese Aufwertung allzu oft zum Preis dieses Weiblichen als spezifisches Weibliches erkauft. Dies bedeutet, dass hier das Weibliche als genuin vom Männlichen verschieden und als spezifisches Weibliches gedacht wird, das sich an biologischen Kategorien, die selbst nichts als Konstrukte sind, orientiert und spezifische soziale Rollen zuschreibt. Gegenüber der Aufwertung eines spezifischen Weiblichen als Anderes, das jedoch gleichberechtigt sein soll, kann dabei auch die Aufwertung des Weiblichen als nur durch die Biologie vom Männlichen verschiedene soziale Rolle stehen. Beides Ansätze gehen jedoch fehl. Der erste Ansatz konstruiert anhand des biologischen Geschlechts als scheinbar natürliche Größe ein Anderes, das spezifisch als Rolle festgeschrieben wird, so weitgefasst diese auch teils sein können, während der zweite Ansatz es vermeidet ein Anderes zu denken und so Möglichkeiten als Rollen negiert und auf diese Weise normiert.
Zum Anderen wird mit Hilfe des Binnen-I die Geschlechterdichotomie insgesamt festgeschrieben, denn das Männliche und das Weibliche sind die einzig sprachlich repräsentierten Kategorien, die ihre Dichotomie in die Wirklichkeit tragen und diese strukturieren. In Beiden Fällen wird das Geschlecht (gender) und die zugrunde liegende bio-kulturelle Kategorie (sex) auf eine Bipolarität eingeschränkt und auf diese hin sprachlich normiert. Es drängt zum Entscheiden und mehr noch, es drängt zur Bedeutsamkeit des Geschlechts als die Wirklichkeiten strukturierende Kategorie anhand derer sich die Akteure zu definieren haben. Demgegenüber will ich etwas anderes setzen, das die Geschlechtskategorie nicht auf- sondern als das willkürliche Strukturmerkmal abwertet, das es ist. Es ist nicht mehr nötig, denn Orientierung auf die wir angewiesen sind, kann auch anders geschaffen werden. Nicht anhand als bedeutsam konstruierter äußerer Merkmale oder fester Rollenzuschreibungen, sondern neuer Möglichkeiten, die eine größere Varianz des Anderen zuzulassen vermag und im Sinne Lytoards zu einem auch im Bereich der Geschlechtsidentität Patchwork der Minderheiten führt, die jedoch nicht als Minderheiten beachtet werden müssen, denen wir alle angehören, sondern als Kategorie aufhört zumindest bedeutsam zu sein.
Aber wie dem sprachlich Rechnung tragen? Der Vorschlag kann nicht zur sprachlichen Repräsentation aller möglichen Formen eines Anderen führen, denn dies würde die Begriffe ins Unendliche ausdehnen. Auch kann es nicht zu einer vorbelasteten Subsummierung unter das Männliche kommen. Der Weg kann somit wohl nur jener hin zur Bedeutungslosigkeit des Geschlechts, sprachlich repräsentiert durch das Sächliche sein, das „Mensch“ an Stelle von „Mann“ und „Frau“ setzt und „das“ an die Stelle von „der“ oder „die“.
Damit wäre zumindest ein Teilerfolg geleistet und ein Weg in die Veränderung der Wirklichkeit durch Sprache.

Samstag, 3. Januar 2015

The same and the different – translation as a trial of meaning Part II

In order to write new texts soon I translated some more short texts and here they are. So have fun in reading and please comment for critics or any other things you want to say...

The question is not if god exists but which ontological status he has. God exists. But is he just one of the mightiest motives of thinking and acting originated in the search for meaning in the world or is he something that also exists outside of human mind?



One of the reasons why most people don't turn towards the big problems to solve them, the global, the long range problems, the cosmic as well as the ethical beyond the conventional is the closeness of these big, global, noble, cosmic things to chaos. The greater something is or seems the more it withdraws our individual control and steals our illusion of security which is one of the most fundamental needings of our species. But instead of confronting us with this chaos in a constructive way, we rather prefer to frightfully fall back into mother's womb, the warming embracement of society to live happily ever after in the smallness of our illusions.



Contrary to the concervative's prophecy of doom the critical thinking as core element of real education which leads to deconstruction of assurances and the social created reality by showing its contructional character does not drives us to chaos but releases creative energy. This is an energy of evolvement and creation of a different, an other and maybe a better world containing more freedom. Critical thinking is the sworn enemy of every system of every structure and it has to be to overcome the conservative totalitarism of every socially built reality (Wirklichkeit). This is one of the most fundamental dialectics of the evolution of systems.



The one-sided and generalized assignment of guilt, in the end nothing more than a scapegoat strategy to transfer your own inferiority complex, helplessness, desperation and anger to ''the jews'', ''the muslem'', ''the left-side intellectuals'' or whatever construction you prefer, shows a dubble edged problematic as its core. This is on one side the striking lack of real education as ciritical, self and world reflecting thinking and on the other side the marginal attention to this lack of education. This unfolds from the general marginalisation of the humanities and social sciences which in the first place have the potential for this type of education but are always critical to the system. The helplessness of the politics just comes form this dilemma. The system needs this marginalisation of critical thinking to be able to exist but therefore is impotent to cure the grounds of these mind desease. What remains is either violently acting against it or the hope that this ends without doing anything. But the latter does not cure the desease, it just may reduces the destructive fire to a little flame of dissatisfaction, smoldering hatred and lacking of education which only needs a little gas again to rise again.



I believe in it, yes, i totally do. I decided to believe that it is out there, this reality. But this is all I can and nothing distinguishes me in this case form other believers. I am able to believe but nothing more. The reality and all our worlds we create out of this gloomy shine we believe can ''see'' are nothing more than doctrines. I am not able to ever experience reality as what she might ''really'' be. All I have are just the multiple realities we construct on ourselves...
(from: constructivistic relfections of a life)



Even the so called ''natural sciences'' are not able to represent reality on its own but tell us realities which they help to construct. Representing reality would mean to have the ability to experience it outside of perception because every perception no matter through which ''glasses'' you ''see'' or by which instruments is an act of interpreting the world as a world depending on pre-existing and previous realities already built and adopted. Because perception is always a part of representing or experiencing ''the'' world the natural science also only offer us constructed realities equipped with meaning build to narratives. Only if we also finally brake down the believe in the truth of the natural sciencesin general we have a chance to upvalue the social science and humanities which seem to be advanced in relfecting themselves. What comes out of this don't have to be uncertainty but a science who is able to think the possible outside her hitherto narratives. Also there is no chaos because of this but the possibility of creation in times we can not refer to ''naturalness'' for creating specific social realities and fight with swords in hands against everything different.

Freitag, 2. Januar 2015

The same and the different - art as another mode of speaking

So, here you find more translations as a processual trail of meaning as i already spoke about. This time I tried to translate some „other types of speaking“ of my work, „a different speakings“ as I name it.
I try to use these different modes of speaking and writing because I think the mode is very important for the meaning, for translating it, not only because it has the ability to change the mood, the emotions of the reader and therefore changes the reading itself and of course the understanding, the meaning which the reader feels to see in the text. There is no cognition without emotion and every perception is an interpretive act structured by cognition in form of socially and biographic learned patterns of perception and emotions accompanying it as well as being part of the decision which pattern the I will use.
I will add from time to time more from these more „artistic“ acts of speaking and even some of my paintings to this post, so if you like, visit the site and this post again...
And  as always I am very thankfull for every help with the translation and the right english terms to get nearer to the meaning I want to give...

The bath

Sunken back in the warm origin,
Being as one unsevered before it.
Escaping for only one moment to the calmness in front of the storm
Gliding in unthoughtful weightlessness.
Outrunning the death, the world, the self in everlasting moments.
Just one of these, not be nor pursuit.
Eons of living before the beginning.

Throwing back to the world, into the roar, the noise, the being.
The Self given back to the world, torn apart not just alone.
The weight drags you to megrim and pushes you to rise,
The prometheusian everlasting return of the whole.
Going back means dying, the life just a frightful shine.

But still refreshed and bravely conquering the weight,
Not coerciveness of being
but striving to a new a different one.
Less Prometheus than creator of a world,
destroying to give the life a newer a more tolerable shine.

Freitag, 26. Dezember 2014

The same and the different – translation as a trial of meaning Part I

The following texts will be mostly already written ones but translated in english. This means they also will be new in a way I think I have to talk about. Translating older processes of speaking as I like to call my texts doesn't mean there will be nothing new. It just means feel that I have to do this now and for now I feel too busy because of my phd and a dozen of pther projects i have to do. But lets start at the beginning.
The following translation is decicated to a friend from the ukraine who encouraged me to do this trial. This is exactly what it is: a trial, a process like language itself is. Because of this i am also thankfull for every help in vocabulary and grammar to concretise the meanings. Translation is always a process and in the end always a shifting of meaning too. The meaning of words change, they are never stillstanding nor carry they the same meaning for every person even if they seem to speak the same language. Beside other things this has much to do with what I call „Wirklichkeit“ in order to make a distinction to „Realität“ which could be both translated into „reality“ without exactly meaning the same. „Realität“ to make a simplified definition should mean reality as objectivity in a physical way to which we only get access through perception which should be understand as always a kind of interpretation too based on socialy shaped patterns of understanding etc. Keeping this in mind one could say that we construct (see: constructivism) our own distinct worlds, our own „realities“ in the meaning of „Wirklichkeit“ which we also shape, learn and teach in societies to get a truth who makes us able to act. This understanding of perception as interpretation will be an issue in severel of my „speech acts“ so let's end this for now.
Another problem in doing this translation would be the loss of the spontaneity in which most of my texts are written. But I don't want to think about this problem and the shifting of meaning as just magetive as just loss but as a chance to increase new things, different things in my writing-thinking. The way to see this now and the change which leads to it is the real credit of the persons mentioned at the beginning and the reasons why I am so thankfull.
But for now let's start with some short texts just because there translation might not take too much time...

Short texts Part I

Being a looser doesn't mean to have failed it is not an objective truth beyond socialy built realities. Being a looser means to be made as such by society in order to build a necessity of the system a necessary counterpart within the dialectic of the ruling system. In contrast to this you can confront the world with another reading of the term looser not that of a failed person but that of an unfitting person within the hegemonic reality which allows him only a place she absolutely needs but cannot appreciate without destroying itself. We should instead read „looser“ not as important but unvalued unavoidability of the ruling system but as possibility of Otherness, Difference to which the term hidden but inherently refers. In this reinterpretation of terms as concepts to index the world lies power. The shame of the looser confirms the system but his pride is able to destory it.


The thinkable constructed by the hegemonic reality is build to destroy possibilities as imaginations by categorising it as unthinkable and by negating its articulation and discussion. This is the first totalitarism.


That "animals" "are" food, "black people" "are" too stupid to study and "women" "are" only good for fucking, cooking, cleaning is only "true" insofar our acting and thinking makes it some kind of "true". Our acting and thinking creates these "truths" and keeps them alive. It constructs this apparent objective and natural "truth" which is nothing more than a socially shaped construction. But not fear of arbitrariness should be the answer for the constructedness of the world but the hope of a better possibility. Our acting constructs the world there is non without it but which world, which reality we construct remains open....